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Geschichte der čechischen Litteratur - str. VI

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JAKUBEC, Jan. Geschichte der čechischen Litteratur. Leipzig : C.F. Amelangs Verlag, 1913. (Die Litteraturen des Ostens ; Bd. 5, Abt. 1)

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VI

lein) bezeichnet die Länge; e ist etwa wle Je auszusprechen. Der Unterschied zwischen i und y, i und y ist nur historisch oder in einigen Dialekten, in der jetzigen Aussprache beachtet man ihn nicht mehr; ou ist ein Zwielaut. Auch einige Konsonanten weichen vom Deutschen ab; s ist immer scharf = ß, ss; z wie das deutsche weiche s (in Rose), c wie z, tz - besonders könnte der deutsche Leser in der Konsonantengruppe ck (auszusprechen wie zk) zur falschen Aussprache irregeführt werden; also z. B. Palacky = Palazkie, Pisecky = Piessezkie, Bajza = Bajsa; Hus, Husens = Huß, Hussens (inkonsequent schreiben wir Hussitismus , hussitisch, weil es in der deutschen Rechtschreibung so eingeführt ist); v ist das deutsche w, nur am Ende der Silbe lautet es wie f, also Tovacov, tovacovsky = Towatschof, Towatschofskie. Die mit einem Häkchen bezeichneten weichen Konsonanten haben im Cechischen ihre eigene Aussprache: s = schi c wie tsch, ~ - frz. j, f fast wie rsch oder frz. rj, aber als ein Laut; d', 1', n sind mouilliert (etwa wie dj, tj, n = frz. gn); die Silben di, ti, ni, de, te, ne sind wie d'i, 1'i, ni, d'e, 1'e, ne zu lesen; also Hodetin wie Hodjetjien, Nemcova fast wie Njemcova usw. Die Konsonanten r und I können auch eine Silbe bilden, also Vrch-lic-ky dreisilbig, Vl-cek zweisilbig. In den Endsilben -eI, -en hört man das volle e; also V ocel wie W ozäll, Erben wie Erbänn. Der Akzent ruht im Cechischen auf der ersten Silbe.

Von den cechischen Vornamen, welche mit dem Zunamen einen Begriff bilden, sind manche rein slawischen Ursprungs und unübersetzbar, manche stimmen mit dem deutschen Wortlaut überein oder sind ihm sehr ähnlich. Die üblichsten, von dem Deutschen abweichenden Vornamen mögen erklärt werden:

Jan = Johann, Vaclav = Wenzel, Vojtech = Adalbert, Pavel = Paul, Bedfich = Friedrich, Frantisek (verkürzt Fr.) = Franz, Jindfich = Heinrich; K. bedeutet Karel = Karl.

Bei den schwankenden Ausdrücken) böhmisch« und) cechisch« haben wir uns trotz des offiziellen Gebrauches in Österreich für den letzteren entschieden. Das um sich greifende Studium der Völkerkunde, das moderne nationale Bewußtsein drängt nicht nur in Böhmen, sondern auch in anderen Ländern (z. B. in Ungarn) die ältere Bezeichnung einer Nation nach der Landeszugehörigkeit immer mehr zurück; die logische Klarheit erheischt

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